2007 Kenia

26.08.2007

Nach langem, holprigen Flug sind wir gegen 06:30h in Mombasa gelandet. Einreise und Zoll dauerte ewig. Ebenso der Transfer zum Hotel. Unser Bungalow ist wieder erstklassig. Erstmal rumhängen und ausschlafen. An der Bar noch den Werkstattchef unseres Autohauses getroffen. Wie klein doch die Welt ist. Nach einem Schläfchen stellte sich auch das Gefühl ein im Urlaub zu sein.

 

27.08.2007

Heute steht ein Besuch des Tsimba Children Home auf dem Plan. Matano holte uns am Hotel ab. Es gab auch keine Probleme, dass er uns an der Rezeption abholte. Man muss ihn nur rechtzeitig anmelden. Im Heim angekommen wurden wir von allen freundlich mit Handschlag begrüßt. Fanny zeigte uns das Heim und stellte uns allen vor. Alles machte auf uns einen einfachen, sehr gepflegten Eindruck. Erstaunt war ich darüber, dass es im Speisesaal sogar einen großen Fernseher und einen DVD-Player gibt. Unser Patenkind Saidi war naturgemäß uns gegenüber sehr schüchtern. Da es zwischen uns ein Verständigungsproblem gibt, er spricht kein Englisch, wir kein Suaheli, war ein echtes näher kommen auch sehr schwer. Die Arbeiten am Heim und am Brunnen gehen voran, auch wenn der Fels sehr hart ist (Granit).

 

28.08.2007

Heute nur gefaulenzt und das Leben genossen.

 

29.08.2007

Nach einem viel zu frühen Frühstück ging es nach Mombasa. Von da aus mit dem Flieger nach Nairobi. Die Häufigkeit der Verbindung erinnert mich mehr an eine Busverbindung als eine Fluglinie. In Nairobi gab es die ersten Diskussionen mit dem Vertreter von Private Safaris. Erstens sollten wir mit 7 Leuten pro Bus die Safari durchführen und zweitens wusste er nichts von unserer Sonderbuchung. Das Geld wollte er aber sofort haben! Entgegen unserer Verabredung wurden wir erst am HQ von Private Safaris abgesetzt und bekamen dort den Bus und Fahrer zum NNP. Auf alle Fälle haben wir eine sehr schöne, private Pirschfahrt im NNP gehabt und auch noch eine halbe Stunde mit dem Ausbuddeln des Wagens verbracht. Anschließend sind wir ins Tierwaisenhaus gegangen. Leider war unser eigentliches Anliegen, Geparden streicheln, nicht mehr möglich. Einer der Volontäre hatte sich damit nebenher Geld verdient, was nicht erwünscht war. Daher haben die Verantwortlichen kurz vor unserem Besuch dieses untersagt. Das Stanleys war dann auch ein Erlebnis für sich. Da es zwei Fischer in unserer Gruppe gab, bekamen wir den falschen Key und kamen nicht ins Zimmer. Der arme Page hat dann unser Gepäck wieder runter getragen und alles geklärt. Dann bekamen wir das Zimmer 2 Türen vorher und er schleppte alles wieder in den 4. Stock. Zimmer, Abendessen, Bar und Frühstück haben uns sehr zugesagt.

 

30.08.2007

Nachdem wir mit dem Safariunternehmen noch einige Diskussionen über die Besetzung der Busse geführt hatten, ging es los Richtung Samburu. Die Straßen waren überraschend gut und so kamen wir flott voran.

Zum Mittagessen kehrten wir im Trouttree Restaurant ein. Im Prinzip eine Forellenfarm mit Baumhaus dabei. Das Essen war sehr lecker und wir haben sogar einige Colobos und Klippschliefer gesehen.

Ab hier waren die Straßenverhältnisse wieder gewohnt holprig.

Auf dem letzten Stück zur Logde haben wir dann noch eine kurze Pirsch durch den Buffalo-Springs-Park gemacht.

In der Lodge dann eine unangenehme Überraschung:

Georg bekam den Kofferraum nicht mehr auf. Auch mit vereinten Kräften der Angestellten und uns war da nichts zu bewegen. So mussten wir erstmal ohne Gepäck und Waschmöglichkeit abwarten. Wir haben dann staubig und durch geschwitzt unser Abendessen eingenommen. Während des Essens kam der Verwalter zu uns und teilte uns mit, dass unser Gepäck jetzt wieder frei war und auf die Zimmer gebracht werden könne. Er sammelte die Schlüssel ein und ließ unser Zeug verteilen.

Die Lodge selber liegt relativ abseits direkt am Fluss und wird so nicht nur von Touristen sondern auch von Moskitos reichlich besucht. Die Zimmer sind groß und gut eingerichtet. Das Personal war sehr freundlich und das Essen gut.

 

31.08.2007

Nach einem reichlichen Frühstück sind wir zu einer Ganztagspirsch aufgebrochen. Samburu ist ein Park mit vielen Gegensätzen. Nahe am Fluss gibt es eine reichliche Vegetation, ansonsten ist die Gegend eher karg. Wir bekamen ziemlich viele Tiere zu Gesicht: Grevy- und Steppenzebras, Oryxantilopen, Giraffenhalsgazellen, Elefanten, Krokodile und Löwen um nur einige zu nennen. Auch die Vogelwelt hat sich vielfältig gezeigt.

Um die Mittagszeit nahmen wir ein Picknick nahe beim Fluss ein. Der Boden war stellenweise so heiß, dass es nicht möglich war längere Zeit mit den Schuhen den Boden zu berühren.

Anschließend fuhren wir pirschend weiter, bekamen aber so gut wie keine Tiere mehr zu Gesicht. Die hatten wohl auch alle Mittagspause.

Später besuchten wir dann noch ein Dorf der Samburu und wurden über deren Geschichte, Gebräuche und Lebensweise unterrichtet. Kurz gefasst sind die Samburu den Masai sehr ähnlich, legen aber deutlich mehr Wert auf Sauberkeit. Auch scheint die Bildung der Kinder diesem Volk wichtiger zu sein.

Als wir das Dorf wieder verlassen wollten, mussten wir erst mal dem anderen Bus Pannenhilfe leisten. Der hatte sich dort einfach einen Platten geholt.

 

01.09.2007

Nach dem Frühstück verließen wir pirschend den Park und sind dann weiter nach Aberdare gefahren. In Isiolo mussten wir noch auf das andere Fahrzeug warten, da bei diesem die Antriebswelle des linken Vorderrades defekt war. Nach der Reparatur ging recht spät weiter.

In Aberdare angekommen erwartete uns ein Mittagessen im Aberdare Country Club. Dieser vermittelt einem den Eindruck wie zu Kolonialzeiten. Dort wurde auch unser Gepäck eingelagert und wir durften nur das notwendigste mit zu The Arc nehmen. Dorthin sind wir mit einem großen Bus gebracht worden.

Auf dem Weg haben wir ein Riesenwaldschwein und einige Buschböcke gesehen. The Arc selber ist für die Gäste über eine Holzbrücke erreichbar. Dort wurde am späten Nachmittag eine Vogelfütterung mit Erklärungen durchgeführt, die wir leider verpennt haben. Statt dessen haben wir uns von der Terrasse und dem Bunker aus die Elefanten und das sonstige Treiben am Wasserloch angesehen. Es ist sehr entspannend bei einer gemütlichen Tasse Kaffee im Sonnenschein Tiere zu beobachten.

Das Abendessen war wieder einmal sehr gut. An der Bar erklärte uns ein Angestellter, dass die Ginsterkatze, die vor der Türe gefüttert wurde, eine Genetcat ist. Leider haben wir das erstmal völlig falsch verstanden und dachten die Ginsterkatze hätte von den Angestellten den Namen Janet erhalten.

Die Nacht war ruhig und der Tieralarm ging nur einmal.

 

02.09.2007

Am sehr frühen Morgen bewunderten wir einen farbenfrohen Sonnenaufgang über dem Mount Kenia. Der Morgen war recht kalt und wir ärgerten uns, dass wir unsere Pullover unten im Gepäck gelassen hatten. Nach einem guten und reichlichen Frühstück verließen wir The Arc in Richtung Lake Nakuru.

Im Laufe des Vormittags besuchten wir noch kurz den Äquator und die Thompson Fälle. Gegen Mittag kamen wir in unserer Lodge am Lake Nakuru an. Nachdem wir die Bungalows bezogen und eine Kleinigkeit gegessen hatten, ging es auch direkt auf die Pirsch. So viele Flamingos auf einem Haufen kann man sich einfach nicht vorstellen. Das muss man erleben. Aber auch ansonsten hat der Park sehr viel zu bieten. Beide Arten von Nashörnern, Leoparden, Paviane und viele weitere Tiere bekamen wir zu Gesicht. Sehr schön war, dass man sowohl am Ufer als auch auf dem Aussichtfelsen aussteigen durfte.

Die Insekten an der Lodge waren dafür umso nerviger. Es hatte den Anschein, dass sie schon süchtig nach den üblichen Abwehrmitteln waren.

 

03.09.2007

Direkt nach dem Frühstück waren wir auch schon wieder auf der Bahn. Die lange Strecke in die Mara lag an und es regnete in Strömen. Aufgrund komischer Geräusche setzte uns George an einem Curioshop ab und fuhr in eine Werkstatt. Er hatte wirklich ein gutes Gespür, wie sich raus stellte war eine Achse angebrochen und konnte repariert werden. Später hatten wir dann noch eine Reifenpanne an unserem Bus.

Circa eine Fahrstunde vor der Mara passierte es dann. Der zweite Bus erlitt einen Achsschaden und kam von der Fahrbahn ab. Zum Glück konnte der Fahrer den Wagen trotz des Gewichts und des Untergrundes sicher zum Stehen bringen. So kam es zu keinen Personenschäden.

Die Insassen wurden dann auf andere Safaribusse, die angehalten wurden, verteilt und so zur Lodge gebracht. Der Fahrer musste allerdings bei seinem Wagen ausharren, bis Ersatz aus Nairobi da war.

Aufgrund dieser ganzen Strapazen bat uns George um Verständnis, dass er die Abendpirsch ausfallen lässt und mit uns statt dessen eine Frühpirsch am letzten Tag macht. Die Logde war sehr weitläufig und die Zelte waren schon richtig dekadent. Lediglich der Holzwurm im Badezimmer war recht nervig mit seinem ständige Mahlen.

 

04.09.2007

Heute unternahmen wir eine Ganztagspirsch durch die Mara. Es gab einige sehenswerte Momente, wie zum Beispiel eine Löwenhochzeit und ein Nilpferd, was mit einem Krokodil „kuschelte“. Das Picknick zum Mittag fand an einem Hippopool statt. Außer den Hippos waren auch eine Zebramangustenfamilie anwesend.

 

05.09.2007

Jetzt fand auch die Frühpirsch statt. Das Licht war noch sehr trübe und es war recht frisch. Leider setzte dann auch noch Regen ein.

Anschließend ging es auf den langen Weg nach Nairobi. Anfangs lief alles gut, als es dann aber aus dem Grabenbruch hoch nach Nairobi ging, wären wir zu Fuß schneller gewesen. So kamen wir erst sehr spät am Lord Errols an. Es blieb uns nichts anderes über, als das Essen zu verschlingen und ohne Nachtisch wieder auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Der Rückflug verlief ohne weitere Pannen.

 

Aufgrund der massiven Materialprobleme war diese Safari ein eher abschreckendes Erlebnis gewesen. Unsere beiden Fahrer taten ihr möglichstes, waren aber der Technik hoffnungslos unterlegen.

 

06-08.09.2007

Faulenzen im Hotel

 

09.09.2007

Rückflug